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Namibia 6 bis 23. Juni 2014 - eine Traumreise

Wer mit dem Auto anreist sollte das Angebot von „Fly Auto Parking“ nutzen, günstig und unkompliziert, Flughafentransfer direkt an das Gate.

Also los, ein langer Flug, aber als Nachtflug akzeptabel. Flugzeug, Besatzung, Verpflegung, alles super. In Windhoek ist es kalt.

Die Einreise zieht sich, lange Schlangen, erst bei der Passkontrolle, dann beim Geldwechsel, dann beim Mietwagenkontor. Und überall wird der Pass kopiert, Formulare werden gefertigt, gestempelt und mehrfach kopiert (das scheint in Namibia Volkssport zu sein). Aber dann ist alles erledigt, die Übernahme des Mietwagens ohne Probleme, wir bekommen auch genau den Wagen, den wir reserviert haben.

Erste Probleme mit dem Linksverkehr, immer wieder geht der Scheibenwischer an. Dann die ersten Blicke in die Landschaft, alles ist anders. Wir fahren nach Windhoek, eine Großstadt eben, nicht schöner als eine in Europa. Parken in der Independence Road, einen Aufpasser für unser Auto haben wir schnell gefunden. Frühstück an der Straße, schick und lecker. Dann kurz mal in ein paar Geschäfte und dann Richtung Süden.

DIE BAGATELLE KALAHARI GAME RANCH IST EIN TRAUM.

Sowohl die Häuser auf der Düne, als auch die Einrichtung innen und im Haupthaus sind geschmackvoll und liebevoll eingerichtet. Das gesamte Personal ist ausgesprochen freundlich und motiviert, die Stimmung in der gesamten Ranch macht gute Laune. Die Eigentümerfamilie ist präsent und ausgesprochen sympathisch, wir haben uns sofort angefreundet. Das ist eine absolute Empfehlung und ein Highlight unserer Namibia Reise. Dazu trägt auch der Bushmen-Walk bei, ein toller Event, wird uns unvergesslich bleiben.

Aber, Frau Düdder, der Bushmen-Walk war von uns bezahlt, aber in der Bagatelle nicht gebucht. Den haben wir vor Ort nochmal bezahlt, wir bitten um Rücküberweisung.

Das Essen ist toll, auch hier Freundlichkeit, Qualität und beste Stimmung. Wir haben dann die Cheetah-Fütterung und den Sundowner mitgemacht. Alles toll arrangiert und absolut empfehlenswert. Aber nachts ist es bitterkalt, die Pferdetränke ist zugefroren.

Später haben wir dann von einer dienstlich reisenden Reisekauffrau erfahren, dass  es in der Nähe das Kalahari Farmhouse gibt, das noch besser sein soll. Kann ich nicht glauben.

Die Häuser in der Canon Lodge sind klein, aber super gelegen und toll eingerichtet. Das Essen ist nicht berauschend, der Speiseraum kalt, alle sitzen mit Jacken am Tisch.

DER CANYON IST SEHR BEEINDRUCKEND

Am nächsten Morgen geht es in den Canyon, sehr beeindruckend, muss man einfach mal gesehen haben. Das gilt nicht für die heißen Quellen von Ai-Ais, die kann man sich getrost schenken. 1 ½ Std. Fahrt durch eine öde Landschaft, dann nur ein Felsloch auf einem Campingplatz (und 20 N$ Eintritt pro Person). Der Sundowner am Abend  ist okay, der Campari lecker. Das Abendessen etwas besser, aber Raum und Teller sind immer noch kalt.

Den afrikanischen Geburtstagschor haben Sie gut arrangiert, das war toll, danke.

Wir fahren nach Klein-Aus zur Vista Eagles Nest Lodge, fahren erst an der Rezeption vorbei, die muss man suchen. Ein Bier, ein Toast, dann geht es zur Lodge (7 Km und 16 Speed-bumps). Wir haben eine Doppelunterkunft (Boulder South und North), alles sehr rustikal, aber stimmig. Abendessen im Haupthaus ist super, der Gastgeber ist nett und bietet uns für den Folgeabend ein Grillpaket für die Lodge an. Das nehmen wir gerne an, nehmen uns Holz mit und beschließen den Abend am Kamin.

Am nächsten Tag besuchen wir Lüderitz, auf dem Weg treffen wir auf die Wildpferde. Die deutschen Spuren in Lüderitz sollte man gesehen haben, besser ist aber der Ausflug nach Diaz Point. Sehr schön da und es gibt leckere Austern.

Das Grillpaket holen wir uns im Haupthaus, einfach toll vorbereitet. Es gibt nicht nur Fleisch, sondern auch Salate, Beilagen und Nachtisch. Toll und einfach empfehlenswert, liebevoll vorbereitet. Grillen auf der Terrasse und bei Sonnenuntergang, was will man mehr.

Auf geht es nach Sossusvlei, das Desert Camp liegt am Fuß eines Berges. 20 Zelte in Reihe, aber mit ausreichend Abstand und ausreichend komfortabel. Das Abendessen gibt es in der Sossusvlei Lodge und das ist der Hammer. Selten haben wir ein so leckeres und vielfältiges Buffett gesehen. Am nächsten Morgen stehen wir früh auf, wir haben den Guided Drive gebucht. Sonnenaufgang in der Wüste, die Dünen, Deadvlei, das Frühstück unter den Bäumen, toll und ein Muss.

Das gebuchte Grillpaket war okay, aber  keine Beilagen, lieblos bereitet. Besser ist das Buffett  in der Sossusvlei Lodge auf jeden Fall. Grillen hier nicht toll.

Das Hotel in Swakopmund ist toll, aber die Stadt  ist erst einmal ein Schock, wenn man aus der Wüste kommt. Schwarzwälder Kirsch im Cafe Anton muss nicht sein, das Essen im Lighthouse fast ungenießbar. Das Strandcafe ist gut, da sitzt man gut und geschützt.

Heute geht es auf das Boot, überall Pelikane und Seehunde, voll das Touristenprogramm. Aber alles gut gemacht, Monique ist ein netter Kapitän und Seehunde und Delfine machen eine gute Show. Das Essen auf See ist top, die Austern wieder lecker. Cape Cross haben wir nicht geschafft, um 17.00 Uhr spielt Deutschland gegen Portugal. Das gucken wir in Kükis Pub. Alles echt deutsch, die Stimmung ist gut, das Essen nicht.

Am Morgen hängt der Nebel bis auf den Boden, erst nach  60 Km ändert sich das. Wir entdecken einen Riss in der Frontscheibe, der wächst ständig weiter. Europcar und Tracks und Travel machen einen guten Job. Wir müssen zwar wieder zurück nach Walvis Bay, aber dort erhalten wir sofort einen Ersatzwagen und können weiter. Super.

Erst gegen 17.00 Uhr erreichen wir das Aabadi Mountain Camp, gerade noch rechtzeitig zum Sundowner auf den Felsen. Wir schlafen in Zelten, der Waschraum, die Dusche und die Toilette sind unter freiem Himmel. Eine super Idee eigentlich, aber alles schon sehr pflegebedürftig und abgewohnt. Gastgeber Allen hat damit kein Problem. Das Essen ist einfach und auch nicht empfehlenswert. Im Tal ist es leise.

Nur eine Übernachtung, mit nacktem Hintern ins Freis, das Duschen lassen wir ausfallen. Zum Frühstück gibt es geriebenen Käse und Instant-Kaffee unter dem offenen Esszelt. Wie gesagt, nette Idee, muss aber nicht.

Wir fahren nach Twyfelfontain, ist nicht weit. Werden dort nett empfangen, haben eine sehr nette (und hübsche) Führerin. Alles sehr interessant und professionell, eine gute Tour. Zum Schluss noch ein Abschiedsfoto, dann ruft der Etosha-Park. Sind nur 300 Km, aber viel Schotterstraße. Gegen 13.00 Uhr fahren wir in den Park –von den 660 N$ hätten Sie uns ja auch was sagen können-.

Jetzt wird es interessant, Giraffen, Oryx, Springböcke sind zu sehen, teilweise ganz nah. Dann taucht der Berg mit dem Dolomite-Camp auf, traumhaft gelegen, die Häuser sind Zelte. Aber super eingerichtet, Terrasse zur endlosen Steppe mit allen großen Tieren. Dort ziehen die Herden von Elefanten, Giraffen, Oryx, Zebras und Springböcken vorbei. Das Essen ist gut, der Sundowner auf der Terrasse auch. Wie immer ist frühes Bett angesagt. Aufstehen ist morgen um 6.00 Uhr.

Am Vorabend haben wir die Nachricht bekommen, dass das Camp-Auto in Reparatur ist. Da haben wir unseren Fahrer gefragt, ob er uns in unserem Wagen durch den Park fährt. Um 7.00 Uhr starten wir und klappern ein Wasserloch nach dem anderen ab. Unterwegs auch schon Tiere, manche Wasserstellen sind fast leer, an anderen ist die Hölle los. Eine schöne Tour, Alex hat sich den Nebenerwerb verdient. Nach dem Salatteller (gut) geht es an den Pool, das Wasser ist aber zu kalt. Nur die Füße werden nass. Am Nachmittag fahren wir nochmal zu dem Wasserloch am Dolomite-Camp. Wir treffen auf eine große Elefantenherde, gezählt haben wir mindestens 35. Die trinken ca. 120 l Wasser am Tag, tolle Aufnahme, sind dicht dran. In der Warteschleife die Zebras, dann die Springböcke, aber zwei Elefanten wollen nicht weichen. Da müssen die Wildhüter nachhelfen. Abendessen geht so, viele Diskussionen über „Medium gebraten“.

Wir müssen quer durch den Park, deshalb fahren wir früh los. An den Wasserlöchern unterwegs halten wir und machen wieder tolle Aufnahmen. Im Camp Okaukuejo machen wir Halt, tanken und Salatteller essen. Das Camp ist groß und unübersichtlich. Ist gut, dass wir hier keine Übernachtung bekommen haben. Wir verlassen den Park und finden nach 30 Min. unsere neue Lodge. Die Etosha Safari Lodge liegt oben auf dem Berg, die Einzelhäuser sind toll. Wir haben Nr. 23 + 24, ein Fußweg von 5 Min. zur Rezeption. Die Einrichtung dort sehr geschmackvoll, das Buffett ist der Hammer, das Personal superfreundlich. Ruusa will mit nach Deutschland. Sundowner wie im Himmel, Petrus bringt die Getränke. Rotwein in der Bar-Ecke, Musik aus Afrika im Hintergrund, was will man mehr.

Leider müssen wir weiter, eine Nacht in dieser tollen Lodge ist zu wenig. Aber gut, wir freuen uns auf die nächste Anlaufstelle, die soll ja auch ganz toll sein. Das ist unsere letzte Station, Gedanken an den Abschied werden verdrängt. Gegen 11.00 Uhr sind wir schon am Eingangstor des Okonjima Plain Camp, aber zwei weitere folgen nach etlichen Kilometern. Die haben sich hier gut abgesichert. Die Eindrücke bei der Anfahrt und an der Rezeption sind Klasse. Tobi empfängt uns mit einem Getränk und freundlichen Worten. Die Häuser sind Spitze, geräumig und toll eingerichtet und aufgeteilt. Leider müssen wir noch einmal umziehen, Konfusion bezüglich der Nummern und Schlüssel. Schade. Nach dem Kaffee und einem Bad in der Sonne haben wir unsere erste Tour, wir suchen Geparden. Alles erscheint etwas inszeniert aber wir finden zwei neben einem halben Zebra (wo ist die andere Hälfte?). Das Essen ist gut, aber etwas wenig. Rotwein ist mehr da.

Gestern haben die noch unseren Hausschlüssel verschlampt, das kostet jetzt eine Flasche Rotwein. Um 6.00 Uhr ist Frühstück, dann geht es auf Leopardenjagd. Auch den finden wir nach zwei Stunden. Tolle Fotos, der Leopard rekelt sich auf einem Baum. Danach gibt es erst einmal Frühstück. Es ist bewölkt, von der Fahrt sind wir durchgefroren. Pause, Koffer packen, ruhen. Später fahren wir wieder auf Tour, wir suchen jetzt die Wildhunde. Nach wieder zwei Stunden haben wir sie gefunden, drei an der Zahl, einer hat nur drei Beine. Aber die Tour war toll, hier oben haben wir eine ganz andere Natur gesehen, unberührt, ursprünglicher. Das Essen ist wieder toll, den Rotwein nehmen wir vor dem Kamin. Deutschland spielt 2:2 gegen Ghana. Das war ja gar nichts.

Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit, fahren dann langsam nach Windhoek. Die Stimmung ist etwas gedrückt, keiner will nach Hause.

 

Fazit:

Eine wunderschöne Tour durch Namibia, für uns der bisher schönste Urlaub. Wir sind ungern zurückgekommen und werden wieder hinfahren.

 

Absolut Top:

- Bagatelle Kalahari Game Ranch in Verbindung mit dem Bushmen-Walk und dem Sundowner (unser Favorit)

- Okonjima Plain Camp in Verbindung mit den Pirschaktivitäten und den Häusern

- Austern am Diaz Point in Lüderitz

- Etosha Safari Lodge in Verbindung mit dem Sundowner und dem Buffett/Rotwein

- Klein-Aus Eagle Nest in Verbindung mit dem Grillabend

- Twyfelfontain (interessant und nett geführt)

- Guided Drive in Sossousvlei mit Frühstück in der Wüste

- und natürlich der Etosha National Park mit den Tieren


 
Nicht so Top:
- Canon Lodge (schön, aber Haupthaus kalt und Essen nur befriedigend)

- Fish River Canyon (beeindruckend, aber einmal Gucken reicht)

- Lüderitz (muss man mal gesehen haben)

- Desert Camp (nicht Grillen, besser Essen in Sossousvlei Lodge, das ist toll)

- Bootstour in Walvis Bay (ganz nett gemacht, aber sehr touristisch)

- Swakopmund (Hotel war toll, aber für Swakopmund reicht eine Übernachtung wirklich)
 


Nicht zu empfehlen:
- Aabadi Mountain Camp (das war dann doch etwas karg)

- Himba-Dorf (haben wir uns erspart, waren überall ziemlich aufdringlich)

- Windhoek

- Quellen von Ai-Ais

- Cafe Anton

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