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Der Krüger Nationalpark in Südafrka

Mit rund 20.000 Quadratkilometern Fläche (als grenzübergreifendes Schutzgebiet reicht er bis in die Nachbarländer Simbabwe und Mosambik hinein) und einer grenzenlosen Wildnis ist der Krüger Nationalpark das größte Wildschutzgebiet in Südafrika und gehört damit zu den größten Nationalparks des afrikanischen Kontinents. Mit seiner unermesslichen Artenvielfalt (neben den BIG FIVE gibt es rund 145 verschiedene Säugetierarten, ca. 500 Vogelarten, 114 Reptilienarten, 49 Fischarten und 34 Amphibienarten) und den tollen archäologischen Stätten ist der Krüger Nationalpark zurecht das Aushängeschild der südafrikanischen Nationalparks.
 
Im Süden lassen sich mit etwas Glück die bedrohten, afrikanischen Wildhunde verfolgen; im Buschland fühlen sich Geparden und Zebras wohl. Giraffen zieht es in die bewaldeten Regionen. Ganz im Norden des Parks erzählen archäologische Stätten wie Masorini und Thulamela eindrucksvoll von der Lebensweise afrikanischer Kulturen, die bis in die Eisenzeit zurückreichen.
 
Abenteuerlustige mit eigenem (oder geliehenem) Geländewagen können sich in eigener Regie auf die Pirsch begeben. Wer die Wildnis lieber in Begleitung erlebt, kann sich einer der vielen geführten Game Drives oder Buschwanderungen anschließen. Ein besonderes Erlebnis sind die Nachtpirschfahrten: Hier können Sie die nachtaktiven Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum entdecken!
 
Wir unterstützen Sie gerne bei der Wahl der passenden Reiseart und der Unterbringung ? ob selber fahren oder doch lieber mit erfahrenem Guide, ob private Game Lodge oder staatliches Rastlager, ob Safarizelt, feststehendes Rondavel oder gar ein Sleep-Out unter dem Sternenhimmel in freier Wildbahn... Es gibt vieles zu entdecken im Krüger Nationalpark!
 
Lukas Stübing ( 4 Jahre dort gelebt ) und Mitarbeiter Team Dr. Düdder Reisen GmbH
Schauen Sie sich bitte unsere aktuellen und interessanten Reiseangebote zu Südafrika in Ruhe an.

 

DER KRÜGER NATIONALPARK IST DER INBEGRIFF EINES SÜDAFRIKANISCHEN NATURRESERVATS

Der Krüger-Nationalpark ist der älteste des Landes (eröffnet 1926), der größte (fast 20 000 Quadratkilometer), und erfüllt wohl wie kein anderer Park die Erwartungen der Besucher an Landschaft und Tierwelt nicht nur in Südafrika. Einen atemberaubenden Nationalpark finden Sie auch in Namibia. Informieren Sie hier über den Etosha-Nationalpark.

Der überwiegende Teil des Schutzgebietes ist flache Bushveld / Savanne, wo Löwen, Elefanten, Giraffen, Leoparden, Zebras, Büffel und andere Wildtiere in großer Zahl leben.

Im großen und ganzen lässt sich der Krüger-Park in drei Sektionen einteilen:

- Im fruchtbarsten südlichen Drittel sind Wildtiere - und Touristen - am zahlreichsten; hier befindet sich auch das Parkhauptquartier Skukuza mit Flugplatz und vielen touristischen Einrichtungen.

- Etwas weniger lebhaft ist es im minieren Abschnitt zwischen den Camps Skukuza und Letaba.

- Noch einsamer wird es im Norden mit den Camps Shingwedzi und Punda Maria.

Wer den Krüger Nationalpark in seiner Länge (350 Kilometer) durchqueren will, sollte sich mindestens fünf Tage Zeit nehmen. Andernfalls ist es lästig: darf man doch sein Fahrzeug nur an ganz wenigen Stellen verlassen und muss sich die Foto-Spots mit anderen Automobilisten teilen. Bessere Möglichkeiten der Wildbeobachtung bieten die „Garne Drives" der Lodges und Tourveranstalter mit hochachsigen Safari-Vehikeln. Sehr lohnend sind geführte Wanderungen am frühen Morgen, die von privaten Garne Reserves und Lodges, aber auch in fast allen öffentlichen Camps angeboten werden.

Bilder vom Krüger Nationalpark

Wir haben für Sie eine kleine Auswahl zusammengestellt. Diese Bilder wurden von unseren Kunden während der Safari aufgenommen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Haben auch Sie schöne Aufnahmen während Ihrem Aufenthalt im Krüger Nationalpark gemacht? Wir würden uns sehr darüber freuen und diese für unsere Besucher hier ausstellen.

Selbstverständlich steht es Ihnen frei diese Bilder für Ihren privaten Gebrauch lokal zu speichern. Viel Freude hierbei.

 

Geführte Safaris durch den Krüger Nationalpark

Wie viele andere Nationalparks in Südafrika wird auch der Krüger Nationalpark gegenwärtig umgestaltet - gemäß der Regierungsstrategie, dem naturnahen Tourismus eine Führungsrolle bei der wirtschaftlichen Gesundung des 
Landes einzuräumen.

So wurden mehrere erstklassige Reviere privaten Unternehmen überlassen, die dort hochwertige und zugleich die Umwelt wenig belastende Lodges errichten. In der Makuleke-Region im äußersten Norden, zum Beispiel, eröffnete im November 2002 The Outpost, eine Lodge, die Fünf-Sterne-Luxus und geführte Safaris zu vergleichsweise günstigen Preisen bietet.

 SÜDAFRIKA IST EINE RIESIGE ARCHE NOAH

Mit sechs Prozent aller Arten weltweit, das sind etwa 250 Landsäugetierarten und 43 Arten von Meeressäugern, ist die Tierwelt am Südzipfel Afrikas von beeindruckender Vielfalt. Sie reicht von Dickhäutern wie Elefanten und Nashörner über Großkatzen wie Löwen, Leoparden und Geparden bis hin zu Huftieren wie Antilopen, Giraffen und Zebras.

Die meisten Wildtiere leben in Nationalparks, wo sie sich ausgezeichnet beobachten lassen. Wer einmal im Schlamm suhlende Nashörner oder Nilpferde bei der Wasserschlacht entdeckt hat, möchte sich am liebsten ein Sofa in die Natur stellen und ihnen stundenlang zuschauen. Dabei wird das Hippopotamus wegen seines Gewichts von 20 Zentnern häufig ist äußerst wendig und kann bis zu 30 km/h schnell laufen. Obwohl es ein Vegetarier ist, fallen ihm mit seinen rasiermesserscharfen Zähnen jedes Jahr mehr Menschen in Afrika zum Opfer, als allen Vertretern der »Big Five«.

Delfine, Haie und Wale tummeln sich besonders in den Wintermonaten vor der Südküste. Das Kapland beherbergt zudem viele endemische Arten, darunter die nur hier beheimateten Erdmännchen, den gefährdeten Buschmannhasen und die Leberschildkröte. Nahezu einzigartig ist auch derArtenreichtum der Vogelwelt, der Amphibien, Reptilien und Insekten. Im Feuchtgebiet des West Coast Nationalparks leben 25 Millionen Wasservögel wie Reiher, Kormorane, Pelikane und Kap-Tölpel. Tausende Zugvögel aus Sibirien überwintern in der Langebaan Lagune.

DER KRÜGER NATIONALPARK IST DAS GRÖSSTE WILDSCHUTZGEBIET SÜDAFRIKA

Ganze drei Fahrzeuge zählte man 1926 im Krüger Nationalpark. Es war die Zeit, in der das kleine Sabie-Reservat im Nordosten Südafrikas zum ersten Nationalpark des Landes erhoben und nach Paul Krüger benannt wurde. Der erste Präsident des Burenstaates gab den Anstoß, den schnell schwindenden Wildbestand zu retten, denn mit dem Goldrausch 1869 wurde nahezu alles Großwild im alten Transvaal zur Versorgung der Goldschürfer abgeschossen.

Der Handel mit Feilen, Fleisch und Hörn blühte. Erst 1898 wurde auf Krügers Drängen ein Schutzgebiet zwischen dem Crocodite und dem Sabie Fluss ausgewiesen. Sein erster Parkaufseher, James Stevenson Hamilton, kämpfte unermüdlich gegen die grassierende Wilderer und legte damit den Grundstein für den heutigen Tierreichtum.

Er verhandelte mit Politikern, Farmern und Bergwerksgesellschaften und konnte den Park schließlich bis zum Limpopo, dem Grenzfluss zu Mosambik, ausdehnen. Erst 1961 wurde der Krüger Nationalpark eingezäunt. Inzwischen ist der Krüger Nationalpark das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und mit 32 000 km2 fast so groß wie Israel.

Mit der Einsamkeit ist es längst vorbei. Auf dem gut ausgebauten Wegenetz aus Teer- und Sandpisten gehen jährlich eine halbe Million Besucher auf Safari. Zumindest sollten sie sich Zeit lassen, denn es kommt immer wieder vor, dass sich Tiere mitten auf den Fahwegen befinden. Das kann dann auch schon mal eine Horde Bärenpaviane inklusive Nachwuchs sein. Wenn es plötzlich in dem dichten Grassavanne raschelt, muss das aber nicht zwingend ein wildes Tier sein.

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Fakten und Zahlen zum Krüger Nationalpark in Südafrika

Der Krüger-Nationalpark (engl. Krüger National Park) im äußersten Nordosten Südafrikas ist der größte, älteste und berühmteste Nationalpark des Landes.

Mindestens drei Tage sollten Sie für einen entspannten Aufenthalt kalkulieren. Äußerst reizvoll ist es, den Park in seiner ganzen Länge zu durchfahren.

GEOGRAFISCHE LAGE

Im Jahr besuchen ca. 1,5 Mio. Menschen den Park - leider inzwischen bis an die Grenze der verantwortbaren Belastung. Vom Tourismus berührt sind jedoch nur 5 % des Gebiets.

Der Krügerpark erstreckt sich über 350 km Länge und maximal 90 km Breite - seine Fläche von 19485 km2 entspricht etwa der von Rheinland-Pfalz.

Zwei Flüsse begrenzen ihn: im Norden der Limpopo, im Süden der Crocodile. Im Osten ist seine Grenze mit der Staatsgrenze zu Mosambik identisch, nach Westen begrenzt ihn eine künstliche Sperre.

Das überwiegend zwischen 200 und 300 m ü. d. M. liegende Gebiet ist fast eben und in weiten Bereichen mit Gras und Buschwerk bedeckt; die Flussläufe werden häufig von Galeriewäldern gesäumt.

Im Süden geht es in hügelige Baumsavanne über, die sehr artenreichist. In Südafrika heißt ein solcher Wechsel von Grasland, Büschen und Bäumen »Bushveld«.

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PFLANZEN- UND TIERWELT

Insgesamt wurden im Nationalpark fast 2000 Pflanzenarten registriert, darunter ca. 500 Baum- und Straucharten. Viele Bäume haben eine extrem dicke, teils korkartige Rinde, die vor Savannenbränden schützt. Lebensadern des Parks sind die fünf fast ganzjährig Wasser führenden Flüsse, die ihn in West-Ost-Richtung durchziehen (Crocodile, Sabie, Olifants, Luvuvhu und Letaba River).

Auf ihrem Weg zum Nationalpark werden sie durch Industrie- und Landwirtschaftsabfälle erheblich belastet, zudem wird ein Großteil ihres Wassers für die Bewässerung abgezweigt. So ist aus dem Letaba ein nur noch saisonal wasserführender Fluss geworden.

Das Ökosystem des Nationalparks hängt aber entscheidend von Wasser ab. Es gibt fast 400 künstliche Wasserstellen, die auch bei Trockenheit nicht versiegen. In früheren Jahrhunderten wanderten die Tierherden bei Wasserknappheit weiter.

ENTSTEHUNG / HISTORIE

Der Krüger Nationalpark verdankt seinen Namen dem burischen Präsidenten Transvaals, Paul Krüger. Krüger hatte sich schon im Jahre 1884 darum bemüht, ein Wildschutzgebiet in Transvaal zu schaffen. Bis dahin war Ost-Transvaal ein beliebtes Jagdgebiet der Europäer.

Der Anfang wurde 1898 gemacht, als ein kleineres Areal zwischen den Flüssen Sabi und Crocodile zum Schutzgebiet erklärt wurde. 1926 wurde der Nationalpark offiziell eröffnet. 2002 begründeten Südafrika, Mosambik und Simbabwe den grenzübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park, der den Tieren mit insgesamt ca. 100 000 km2 - entsprechend der Fläche Portugals - fast endlose Weiten für ihre Wanderungen eröffnet.

 

400 KÜNSTLICHE WASSERSTELLEN

Den großen Flüssen des südafrikanischen Krüger-Nationalparks im Nordosten des Landes gehen Luft und Wasser aus. Ungeklärte Abwässer aus Industrie und Landwirtschaft haben zu einem Massensterben von Fischen geführt, die künstliche Bewässerung von Obstplantagen und Wäldern zum Austrocknen ganzer Ströme. Wildhüter des Parks, der mit 19485 Quadratktlometern so groß ist wie Rheinland-Pfalz, berichten von kilometerlangen Algenteppichen auf den Flüssen, die alles Leben unter sich ersticken. „Vier Fischscharten sind bereits ausgestorben. Wenn wir nicht bald etwas unternehmen, werden noch andere Tierarten verschwinden", sagt der Biologe Freek Vender, Gewässerexperte im Krüger-Park.

Die Flüsse Crocodile und Säble, Otifants und Letaba, Luvuvhu und Limpopo sind die Lebensädern des Parks. Auf ihrem langen Wege dorthin haben sie Turbinen von Kohlekraftwerken gekühlt und den Dreck aus Minen, Industrie und Haushatten geschluckt. Der Crocodile bringt Pestizide und Düngemittel von Zuckerrohrfeldern und Bananenplantagen mit, der Otifants Schwermetalle aus den Bergbaugebieten. Die Qualität des Trinkwassers hat sich in den Jahren dramatisch verschlechtert. Bereits zwei der dreizehn Touristendörfer im Park werden über Bohrlöcher mit Grundwasser versorgt.

 

DER NATIONALPARK TROCKNET AUS

Viele sind Einsichtig, doch niemand will Geld für den Schutz der Umwelt ausgeben. 
Eine weitere Ursache für das langsame Sterben der Russe ist die künstliche Bewässerung außerhalb des 1800 Kilometer langen Parkzauns. immer mehr Wasser wird den Flüssen entnommen, in hunderten von Stauseen gespeichert, immer weniger bleibt für Pflanzen und Tiere übrig. Doch auch für die Bewohner der umiiegenden Siedlungen wird Wasser knapp. Oft müssen Frauen und Kinder aus den Dörfern kilometerweit zu den Brunnen laufen.

Noch immer ist der Krüger-Park Heimat für 1800 Löwen, 900 Leoparden, 7600 Elefanten, 21000 Büffel und 2050 Nashörner. Er beherbergt Raritäten wie das Spitzmaulnashorn, den wilden Hund und die Säbelantilope - Tiere, die in den Nachbarstaaten längst ausgestorben sind. Doch diese Arche ist in Gefahr. Flüsse und Flußarme, die früher ganzjährig Wasser führten, versiegen heute während der Trockenzeit. So ist aus dem einst beständig fließenden Letaba ein saisonaler Fluß geworden, sein Wasser berieselt Kiefern- und Eukalyptuswälder der Forstindustrie. (inzwischen wurden vierhundert künstliche Wasserstetten eingerichtet).

„Auch Südafrika steckt in einer ökologischen Krise", sagt Gert Erasmus, Lehrer im Krüger-Informationszentrum. „Wir können es uns nicht leisten, daß Touristen wegbleiben. Wie sonst sollen wir den Park finanzieren?" Elefanten, Antilopen und Giraffen können vor allem an Wasserlöchern und Flüssen beobachtet werden - aber nur, wenn sie Wasser führen.

Die Wildtiere sind lebendig mehr wert als tot

Von Philipp Laage - Quelle: Aachener Nachrichten am 25.06.2016

Mit dem abnehmenden Licht schwindet meine Hoffnung. Natürlich erhöhen sich die Chancen in der eintretenden Dämmerung. Und schon schnell erkennt man seine eigene Hand vor Augen kaum noch in dieser Savanne.
In unserem Jeep durchqueren wid auf nächtlicher Pirschfahrt das Kapama Garne Reserve, als Vorstufe zur geplanten und ausgedehnten Safari im naheglegelen Krüger-Nationalpark am folgenden Tag. Wer hierher kommt, will ganz bestimmt und unbedigt die „Big Five" sehen: die fünf großen Landsäugetiere Afrikas (die Könige der Tierwelt): natürlich der König der Tiere, der Löwe. Aber auch der Büffel, der Elefant, das Nashorn und der Leopard. Aber diese warten nicht auf uns und wir begeben uns auf Suche.

DIE WILDERER

Im Schutze der Dunkelheit huschen Impalas durch das trockene Gestrüpp und am Straßenrand frisst eine Giraffe unbeeindruckt vom Auto. Dass es sich hierbei tatsächlich um wilde Tiere handelt, kann man kaum so begreifen, aber dem stets ungeduldigen Safari-Urlauber sind ein paar wenige schreckhafte Antilopen und nur eine Giraffe doch zu langweilig und alles andere als Wildlife. Als es schon so dunkel wird, dass man die Iso-Zahl der Fotokamera stark hochschalten muss, um keine verpixelten Bilder zu erhalten, hält der Gelände-Jeep an einem kleinem Tümpel. Am gegenüber liegendem Ufer sieht man einen starken schwarzen Rumpf und eine verletztende Spitze auf dem Kopf: Es ist ein Nashorn! Nicht nur die Grazie des Tieres macht diesen Moment so einmalig. Es ist ein wunderbarer Anblick, der wahrscheinlich so in den nächsten 25 Jahren nicht mehr wahrgenommen werden könnte.
Eine Verkettung verschiedener Umstände bedroht das Nashorn. In Asien ist der Aberglaube weit verbreitet, in Afrika sind viele Menschen arm und perspektivlos. Die Folge: Kriminelle heuern Wilderer an, die Nashörner jagen und 
ihnen die Hörner abschneiden. Das lukrative Geschäft mit diesem Produkt buhmt. Es wird nach Vietnam geschmuggelt, wo vermögende Reiche manchmal bis zu 70.000 Dollar für 1KG ausgeben. Sie sind der festen Meinung, dass gemahlenes Horn viele lebensbedrohliche Krankheiten heilen kann.

Die Safari-Führer geben Koordinaten, an denen sie Raubkatzen gesehen haben, oft per Walkie-Talkie an ihres Gleichen weiter. „Doch für die Nashörner benutzen wir nur geheime Codes", sagt S.W. Staples vom Hoedspruit Endangered Species Centre. „Wir erwähnen auch nie, die Anzahl der lebenden Nashörner in diesem Reservat", erklärt der Führer. Die Sorge der abhörerende Wilderer macht sie erfinderisch und schützt die lebenden Tiere.
Am nächsten Tag, wenn die ersten Geländewagen zur Safari in den berühmten Krüger Nationalpark starten, haben sich die gefährlichen Wilderer wieder aus dem Staub gemacht. Jetzt startet nämlich das von der Regierung zugelassene Geschäft mit dem Krüger Park: der Tourismus. 
Kühl ist die Luft, bevor die Sonne richtig aufgegangen ist. Der Fahrtwind bläst durch die Kleidung. Die Südafrika-Urlauber, die nicht nur heute ca. 8 bis 10 Stunden im Krügerpark auf Safari sind, hüllen sich in Decken. Die erste Beobachtung posaunt Führer und Scout John Mthethwa, weit bevor der Haupteingang zum Krüger Nationalpark erreicht ist. 
In der Nähe der Straße ruht eine Löwenfamilie Löwe im hohen Gras. Die Befehle sind klar formuliert: „Sitzenbleiben,  die Beine oder Füße im Jeep halten. Das provoziert diese wilden Tiere und einige werden schnell agressiv", stellt John dies klar.

RAUBKATZEN AN AUTOS

Doch Vorsicht: Manchmal schleichen sich diese Raubkatzen an Fahrzeuge. Schwere Verletzungen bis zu tödlichen Attacken sind nicht selten. Es ist schon Respekteinflößend, wenn ein relaxter Löwe plötzlich seinen Kopf hebt und sich ruckartig aufstellt.
Innerhalb der Parkgrenzen geschieht dann 120 Minuten fast nichts. Die Tiere sind duch das farbenfrohe und dichte Buschwerk gut geschützt und man erkennt sie nicht immer auf den ersten Blick. Die Wartezeit wird zu einer Geduldsprobe. Und doch taucht ein Elefant am Wegrand plötzlich und unerwartet auf - er ist ein weiterer Vertreter der BigFive".

Der König am Wasserloch

Hinten auf der Rücksitzbank hört man plötzlich ein Wimmern. Eine unerfahrene Touristin (aus Deutchland) muss unbedingt mal. Sie erwähnt schon mehrfach und immer wieder, dass sie dringend muß. Auch wenn nahezu Tränen fließen: Man kann im Krüger Nationalpark nicht einfach mal so aussteigen und hinter einem Busch gehen. Es kann tödlich enden. John stellt provokativ fest: „Willst du Elefanten oder einen Busch?" Die Wahl geht auf ein nahegelegen Rastpunkt. Doch auch dort laufen Elefanten frei herum.

Beim morgendlichen Frühstück stellen die Safari-Urlauber fest: Trabt der Elefant so flüchten alle Tiere. Es gibt keine zwei Meinungen: der Elefant ist die Nr. 1 am Wasserloch. Schnell wird es heiß in der Savanne, die Decken braucht jetzt niemand mehr. Safari-Führer John manövriert den Geländewagen fast den ganzen Tag über einsame und manchmal schlecht befahren Straßen oder über die Steppe. Dem Safari-Tourist wird nun sicher bewußt, wie groß dieser einzigartige Naturpark istnd dem Gast erschließt sich so langsam, wie groß der Krüger-Park ist.
Da der Krüger-Park das mit Abstand über alle Grenzen hinaus bekannteste Urlauberziel Südafrikas ist, zerstreuen sich die Touristen in dem unendlichen Horizont. Die Tiere sind natürlich in der Mehrheit. Schön, dass man immer wieder von sehr vielen unterschiedlichen Tieren umgeben wird. Es sind phantastische Momente.
Ein ausserwöhnlich schönes Exemplar versperrtt dem Safari-Fahrzeug den Weg. „Der sieht ganz schön gefährlich und agressiv aus, der will anscheinend angreifen", sagt John, bleibt trotzdem ganz cool. Er macht den Wagen aus. „Das bedeutet: Ich bin relaxt, ich komme in Frieden", erklärt der Safari-Guide seinen Reisenden. 
Der Südafrikaner weiß, wie sich die Tiere verhalten. „Sie sprechen zu uns, man muss sie nur verstehen." Man dürfe nicht zeigen, dass man Angst hat. 

Nachdem herrliche Tiere nah und in voller Anmut fotografiert sind, boxt John kräftig mit der Faust von außen auf die Seitentür des Autos. Der Elefant geht gehorsam auf Seite.

Der Elefant wird gejagt und ist bedroht

Weil das Elfenbein seit eh und je begehrt ist und auch so bleiben wird, wird der Elefant gejagt Kein normaler Mensch, kann doch auf die Idee kommen, einen Elefanten ausschliesslich wegen seiner weißen langen Stoßzähne zu töten. Doch genau das passiert. Im Krüger Nationalpark zeigt sich ein weltweites Problem im Detail: Statt nachhaltiger Entwicklung zählt leider nur der schnelle Gewinnt. Das weltweite Ausbeuten der Mutter Natur und ihrer Ressourcen wird hier zum Massakrieren von Nashörnern und Elefanten.

Begeisterung schaffen

„Leider sind die Big Five für viele "Reiche oder Sammler" lebendig mehr wert als tot", sagt Arnulf Köhncke vom WWF
In Südafrika sei das im Krüger Nationalpark Teil einer perfekten Strategie. „Den Menschen ist klar, dass die Einnahmen durch den Tourismus auf die gesamte Gesellschaft anteilsmäßig verteilt werden müssen." Wilderer und Schmuggler wird das nicht abschrecken.
Dass diese einmalige und wirklich bedrohte Tierwelt im Krüger Nationalpark ohne Zweifel zu schützen ist, hat jeder Safari-Besucher schnell begriffen. „Moderner Safari-Tourismus ist ein wichtiger Eckpfeiler, um Urlauber für diese Artenvielfalt und den dringend notwendigen Naturschutz zu impfen." Man könnte es als hautnahes und nicht ganz günstiges umweltfreundliches Fortbildungsprogramm bezeichnen.

 
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