Reisefinder

KRÜGER NATIONALPARK - NICHT NUR FAKTEN UND DATEN

Der Krüger-Nationalpark (engl. Krüger National Park) im äußersten Nordosten Südafrikas ist der größte, älteste und berühmteste Nationalpark des Landes.

Mindestens drei Tage sollten Sie für einen entspannten Aufenthalt kalkulieren. Äußerst reizvoll ist es, den Park in seiner ganzen Länge zu durchfahren.

GEOGRAFISCHE LAGE

Im Jahr besuchen ca. 1,5 Mio. Menschen den Park - leider inzwischen bis an die Grenze der verantwortbaren Belastung. Vom Tourismus berührt sind jedoch nur 5 % des Gebiets.

Der Krügerpark erstreckt sich über 350 km Länge und maximal 90 km Breite - seine Fläche von 19485 km2 entspricht etwa der von Rheinland-Pfalz.

Zwei Flüsse begrenzen ihn: im Norden der Limpopo, im Süden der Crocodile. Im Osten ist seine Grenze mit der Staatsgrenze zu Mosambik identisch, nach Westen begrenzt ihn eine künstliche Sperre.

Das überwiegend zwischen 200 und 300 m ü. d. M. liegende Gebiet ist fast eben und in weiten Bereichen mit Gras und Buschwerk bedeckt; die Flussläufe werden häufig von Galeriewäldern gesäumt.

Im Süden geht es in hügelige Baumsavanne über, die sehr artenreichist. In Südafrika heißt ein solcher Wechsel von Grasland, Büschen und Bäumen »Bushveld«.

Dr. Düdder Reisen GmbH ist Ihr Südafrika-Spezialist - buchen Sie Ihre nächste bewegende Reise 2016.

 

PFLANZEN- UND TIERWELT

Insgesamt wurden im Nationalpark fast 2000 Pflanzenarten registriert, darunter ca. 500 Baum- und Straucharten. Viele Bäume haben eine extrem dicke, teils korkartige Rinde, die vor Savannenbränden schützt. Lebensadern des Parks sind die fünf fast ganzjährig Wasser führenden Flüsse, die ihn in West-Ost-Richtung durchziehen (Crocodile, Sabie, Olifants, Luvuvhu und Letaba River).

Auf ihrem Weg zum Nationalpark werden sie durch Industrie- und Landwirtschaftsabfälle erheblich belastet, zudem wird ein Großteil ihres Wassers für die Bewässerung abgezweigt. So ist aus dem Letaba ein nur noch saisonal wasserführender Fluss geworden.

Das Ökosystem des Nationalparks hängt aber entscheidend von Wasser ab. Es gibt fast 400 künstliche Wasserstellen, die auch bei Trockenheit nicht versiegen. In früheren Jahrhunderten wanderten die Tierherden bei Wasserknappheit weiter.

ENTSTEHUNG / HISTORIE

Der Nationalpark verdankt seinen Namen dem burischen Präsidenten Transvaals, Paul Krüger. Krüger hatte sich schon im Jahre 1884 darum bemüht, ein Wildschutzgebiet in Transvaal zu schaffen. Bis dahin war Ost-Transvaal ein beliebtes Jagdgebiet der Europäer.

Der Anfang wurde 1898 gemacht, als ein kleineres Areal zwischen den Flüssen Sabi und Crocodile zum Schutzgebiet erklärt wurde. 1926 wurde der Nationalpark offiziell eröffnet. 2002 begründeten Südafrika, Mosambik und Simbabwe den grenzübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park, der den Tieren mit insgesamt ca. 100 000 km2 - entsprechend der Fläche Portugals - fast endlose Weiten für ihre Wanderungen eröffnet.

 

400 KÜNSTLICHE WASSERSTELLEN

Den großen Flüssen des südafrikanischen Krüger-Nationalparks im Nordosten des Landes gehen Luft und Wasser aus. Ungeklärte Abwässer aus Industrie und Landwirtschaft haben zu einem Massensterben von Fischen geführt, die künstliche Bewässerung von Obstplantagen und Wäldern zum Austrocknen ganzer Ströme. Wildhüter des Parks, der mit 19485 Quadratktlometern so groß ist wie Rheinland-Pfalz, berichten von kilometerlangen Algenteppichen auf den Flüssen, die alles Leben unter sich ersticken. „Vier Fischscharten sind bereits ausgestorben. Wenn wir nicht bald etwas unternehmen, werden noch andere Tierarten verschwinden", sagt der Biologe Freek Vender, Gewässerexperte im Krüger-Park.

Die Flüsse Crocodile und Säble, Otifants und Letaba, Luvuvhu und Limpopo sind die Lebensädern des Parks. Auf ihrem langen Wege dorthin haben sie Turbinen von Kohlekraftwerken gekühlt und den Dreck aus Minen, Industrie und Haushatten geschluckt. Der Crocodile bringt Pestizide und Düngemittel von Zuckerrohrfeldern und Bananenplantagen mit, der Otifants Schwermetalle aus den Bergbaugebieten. Die Qualität des Trinkwassers hat sich in den Jahren dramatisch verschlechtert. Bereits zwei der dreizehn Touristendörfer im Park werden über Bohrlöcher mit Grundwasser versorgt.

 

DER NATIONALPARK TROCKNET AUS

Viele sind Einsichtig, doch niemand will Geld für den Schutz der Umwelt ausgeben. 
Eine weitere Ursache für das langsame Sterben der Russe ist die künstliche Bewässerung außerhalb des 1800 Kilometer langen Parkzauns. immer mehr Wasser wird den Flüssen entnommen, in hunderten von Stauseen gespeichert, immer weniger bleibt für Pflanzen und Tiere übrig. Doch auch für die Bewohner der umiiegenden Siedlungen wird Wasser knapp. Oft müssen Frauen und Kinder aus den Dörfern kilometerweit zu den Brunnen laufen.

Noch immer ist der Krüger-Park Heimat für 1800 Löwen, 900 Leoparden, 7600 Elefanten, 21000 Büffel und 2050 Nashörner. Er beherbergt Raritäten wie das Spitzmaulnashorn, den wilden Hund und die Säbelantilope - Tiere, die in den Nachbarstaaten längst ausgestorben sind. Doch diese Arche ist in Gefahr. Flüsse und Flußarme, die früher ganzjährig Wasser führten, versiegen heute während der Trockenzeit. So ist aus dem einst beständig fließenden Letaba ein saisonaler Fluß geworden, sein Wasser berieselt Kiefern- und Eukalyptuswälder der Forstindustrie. (inzwischen wurden vierhundert künstliche Wasserstetten eingerichtet).

„Auch Südafrika steckt in einer ökologischen Krise", sagt Gert Erasmus, Lehrer im Krüger-Informationszentrum. „Wir können es uns nicht leisten, daß Touristen wegbleiben. Wie sonst sollen wir den Park finanzieren?" Elefanten, Antilopen und Giraffen können vor allem an Wasserlöchern und Flüssen beobachtet werden - aber nur, wenn sie Wasser führen.

Haben Sie auch einen interessanten Reisebericht?

Ihre Erfahrungen geben wir gerne weiter..

Was haben Sie erlebt? Was können Sie weiterempfehlen? Welche Tipps haben Sie für andere interessierte Namibia-Urlauber?

 
  • Home